Wer kennt das nicht – ein Entwicklungsprojekt hat mal wieder länger gedauert als geplant. Es gibt einen tollen Entwicklungsprozess mit Phasen, Gates und Freigaben und allem was dazu gehört. Aber wirklich gut funktioniert hat dieser noch nie. In der letzten Phase des Projekts, also wenn die Produktneuentwicklung in die Serie übergeführt wird, dann klemmt es doch meistens, oder?

Die im Projektplan großzügig geplante letzte Phase, die Nullserie oder Pilotserie oder wie auch immer die ersten serienfähigen Produkte genannt werden, wird immer kürzer sein als gewünscht.

Wir alle kennen die Auswirkungen, doch glauben Sie, dass es beim nächsten Projekt anders sein wird?

  • Der Einkauf und die Produktionsplanung bekommen nicht die Zeit, die sie eigentlich benötigen, um das System sauber aufzusetzen. Die Teileverfügbarkeit wird schlecht sein.
  • Die Industrialisierer können Prozesse nicht sauber einfahren und qualifizieren.
  • Echte Lasttests sind erst viel zu spät möglich.
  • Änderungen auf Komponentenebene, die es zu diesem Zeitpunkt noch immer gegeben hat, wirken sich katastrophal aus und bringen das System zum wanken.
  • Die Schulungen der Produktionsmitarbeiter finden viel zu spät statt.
  • Die Qualität leidet – obwohl eigentlich ein tolles Produkt entwickelt wurde.
  • Zugesagte Markt-Einführungstermine oder Messetermine sind oft nicht haltbar

Nur, muss das wirklich sein?

In der Praxis erleben wir sehr oft, dass vor allem die Materialwirtschaft zu spät in den Entwicklungsprozess und die Einführungsphase eingebunden wird – und damit beginnt das Dilemma. Leider ist der gesamte Prozess von der Verfügbarkeit von Komponenten abhängig. Ohne Teileverfügbarkeit kann die Linie nicht eingefahren werden, Mitarbeiter können nicht geschult werden und eine Prozessqualifizierung ist nicht möglich.

Neben der späten Einbindung der Materialwirtschaft kommt noch hinzu, dass unsere Warenwirtschaftssysteme für die Serienstarts von neu entwickelten Produkten nicht eingerichtet sind. Weder die uns bekannten Systeme von SAP, Microsoft Dynamics, infor:com und Oxaion konnten den Serienstart jemals gut abbilden. Es sind keine Daten aus der Vergangenheit bekannt, und Forecasts – na ja da jeder seine Erfahrungen damit.

Uns ist klar geworden die Systeme werden uns in dieser Phase nicht wirklich unterstützen. Es muss eine andere Lösung gefunden werden.

Unsere Schlüssel zum Erfolg:

Frühzeitige Einbindung von Einkauf und Produktionsplanung und Abbildung der Teileverfügbarkeit in einer einfachen Excel-Übersicht.

Ja, eine einfache Excel-Lösung kann hier die Lösung sein. Wie schon beschrieben ist die Industrialisierung eines neuen Produktes ist aus prozessualer Sicht ein sequentieller Prozess. Alles ist von der Verfügbarkeit abhängig!

Wie kann so eine einfache Übersicht aussehen?

In dieser einfachen Tabelle sind alle Einkaufsteile der Stückliste aufgeführt. Über Formeln wird die Verfügbarkeit in Stück (bezogen auf den Produktionsplan) und mit farblicher Anzeige (normal oder rot) dargestellt. Ebenso werden geplante Bestellungen in Stück abgebildet und gegengerechnet. Wochenweise wird so für alle Prozessbeteiligten die Ist-Situation einfach und transparent dargestellt. Auf einen Blick wird klar, wo Engpässe bestehen.

Aus unserer Erfahrung: eine wesentliche Verbesserung zu allem, was wir bisher kennen.

Die eigentliche Bestellvorgang wird natürlich im Warenwirtschaftssystem abgebildet. In gewisser Weise besteht damit für die erste Phase der Industrialisierung (bis zu 3 Monate) ein Mehraufwand bei der Pflege der Excel-Übersicht und der Daten im Warenwirtschaftssystem. Aber, der Aufwand ist aus unserer Sicht gerechtfertigt.

Wir sind wahrlich kein Excel-Fans, aber an dieser Stelle hat Excel tatsächlich seine Berechtigung.

Mit nur einer einfachen Tabelle gelingt die Phase der Industrialisierung sicher besser als bisher.  Kaum zu glauben – ist aber so.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Industrialisierung Ihres neuen Produktes. Unsere Themen:

  • Setup Materialwirtschaft in der ersten Phase
  • Qualifizierung von Prozessen
  • Schulung von Prozessen

In mehr als 20 Projekten konnten wir bereits unsere Expertise nachweisen. Sprechen Sie uns an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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