Nachfolgend beschreiben wir die Rollen, Events und Artefakte des Scrum Frameworks.

Rollen im Scrum:

Product Owner:

  • Der Product Owner verantwortet das Erreichen der Produktziele im Sinne der Produkteigenschaften, der Wettbewerbsfähigkeit und im Hinblick auf den wirtschaftlichen Erfolg. Er nutzt und verantwortet das Product Backlog.

Entwicklungsteam:

  • Das Entwicklungsteam organisiert sich selbst und ist für die Erfüllung der Funktionalitäten verantwortlich. Das Entwicklungsteam sollte aus 4 bis 8 Mitgliedern bestehen und die jeweiligen Sprints in Eigenregie erfüllen können. Nach Erreichen der jeweiligen Sprints, können die Ergebnisse einem größeren oder erweiterten Kreis vorgestellt werden. Von den Teammitgliedern wird eine sehr interdisziplinäre Zusammenarbeit verlangt.

Scrum Master:

  • Der Scrum Master steuert, überprüft und passt an. Er ist der klassische Coach und Kümmerer (im positiven Sinne) und entscheidet maßgeblich über den Erfolg eines Scrum Projektes. Der Scrum Master muss ein guter Kommunikator und Moderator sein, Treffen organisieren, die Zusammenarbeit fördern und Konflikte beilegen, und zwar im Team und nach Möglichkeit nicht durch Eskalationsstufen außerhalb des Teams. Dafür braucht es eine hohe Akzeptanz. Er führt das Projekt im Sinne eines Coachings, ist aber gegenüber dem Team nicht weisungsbefugt.
Welche Aktivitäten (Events) werden unterschieden:
  1. Sprint Planning: 2 Fragen werden für jeden Sprint (z.B. 2 bis 4 Wochen) mit einem Aufwand von 1 bis 2 Stunden pro Woche beantwortet.

Was wird im kommenden Sprint entwickelt?

Verfeinerung der Produkteigenschaften im vorgelagerten Sprint. Extrem wichtig ist hierbei ein gemeinsames Verständnis, ansonsten funktioniert es nicht. Der Product Owner muss sich mit dem Entwicklungsteam auf die Bewertungskriterien verständigen, die am Ende des Sprints darüber entscheiden, ob die neue Funktionalität fertig ist und das Ziel erreicht wurde oder nicht. Anschließend entscheidet das Team bzw. schätzt das Team ab, wieviele User Stories im nächsten Sprint freigegeben werden können.

Wie wird die Arbeit erledigt?

Hier entscheidet das Team über das wie, also mit welchen Aufgaben und welcher Herangehensweise das Ziel erreicht wird.

  1. Daily Scrum: Kurze tägliche Arbeitssitzung zu Beginn (max. 15 Minuten).

Es werden fachlich und inhaltlich keine Probleme gelöst. Die Sitzung dient nur zum Informationsaustausch und kann in 10 bis 15 Minuten abgehandelt werden.Fragen, die sich nicht beantworten lassen, werden dem Scrum-Master übergeben und separat behandelt.

  1. Sprint Review: Überprüfung der Sprintergebnisse im Team.

Zum Ende eines jeden Sprints überprüft das Team die Ergebnisse und passt den Backlog an. Die Stakeholder besprechen die Ergebnisse. Der Product Owner bewertet die Ergebnisse und entscheidet über Annahme und Entlastung des Teams oder nicht. Defizite werden im Product Backlog aufgenommen und neu priorisiert.

  1. Sprint Retrospektive: Überprüfung der Arbeitsweise im Team.

Zum Ende eines jeden Sprints überprüft das Team ebenfalls die Arbeitsweise hinsichtlich Anpassungs- und Optimierungsbedarf. Unangenehme Wahrheiten müssen hier offen geäußert werden dürfen.

  1. Product Backlog Refinement:

Hier wird gemeinsam der Product Backlog verfeinert und weiterentwickelt. Hierbei können Einträge gelöscht, ergänzt, geordnet, priorisiert und weiter detailliert oder zusammengefasst werden.

Welche Hilfsmittel (Artefakte) werden eingesetzt:
  • Product Backlog: Liste der Anforderungen.
  • Sprint Backlog: Jeweils aktueller Sprintplan mit den zu erledigenden Aufgaben.
  • Product Increment: Summe der Product Backlog Einträge, die bis dato fertiggestellt wurden.
  • Burn down Chart: Interessant ist sicherlich noch das Burn-Down-Chart, welches die bereits geleistete und noch verbleibende Arbeit sehr gut visualisiert und die Entwicklungsgeschwindigkeit darstellt.

 

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